• Beitrags-Kategorie:2012 / Einsätze
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Dachstuhlbrand in Lechtingen

Sonntag, der 01. April 2012 – Die Freiwillige Feuerwehr Wallenhorst wurde zu einem Dachstuhlbrand in Lechtingen gerufen. Nachdem der Einsatzleiter das Ausmaß des Einsatzes überblicken konnte, forderte er die Einsatzkräfte der Ruller Feuerwehr als Verstärkung an. Die Feuerwehrmänner bekamen das Feuer schnell unter Kontrolle und niemand wurde verletzt. Lediglich die Photovoltaik-Anlage des Hauses machte ein paar Probleme.

Um 21:15 Uhr ging der Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Wallenhorst  durch das Funkmeldesystem heraus. Daraufhin rückte die Feuerwehr Wallenhorst mit fünf Einsatzfahrzeugen in Richtung Lechtingen aus. Der Einsatzort lag an dem Hubertusring. Hier brannte der Dachstuhl eines Reihenhauses in voller Ausdehnung. Eine Anwohnerin rief Hilfe über dem Notruf, während sich drei Jugendliche noch aus dem brennenden Haus retten konnten. Die Eltern der Familie waren nach unseren Informationen im Urlaub. Als die Einsatzkräfte aus Wallenhorst an der Einsatzstelle ankamen, wusste der Einsatzleiter nach kurzer Lagefeststellung, dass er sofort die Kameraden aus Rulle nachalarmieren lassen sollte. So ging ein zweiter Alarm für die Kameraden aus Rulle über den Funk. Sie rückten daraufhin mit drei Fahrzeugen aus: dem Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25), dem Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) und dem Mannschaftstransportwagen (MTW).

Aufgabe für die Ruller Einsatzkräfte, war eine Bereitstellung von Atemschutzgeräteträgern. So rüsteten sich vier Atemschutztrupps aus und sammelten sich im Bereitstellungsraum, um weitere Befehle entgegen nehmen zu können. In dieser Zeit nahmen die Kameraden aus Wallenhorst den Löschangriff vor. Das Pikante an der Situation  war, dass es sich bei dem Brandobjekt um ein Reihenhaus handelte. Zudem war das Haus mit Photovoltaikelementen eingedeckt. Diese sind nie stromlos zu bekommen, wodurch sich ein Außenangriff mit Wasser sehr schwierig gestaltet.

Es gab bei diesem Einsatz also zwei große Gefahren für die Einsatzkräfte: Zum einen die Gefahr des Stromschlags und zum anderen die Gefahr eines Übergreifens des Feuers auf die Nachbarwohnungen. Um Letzterem entgegen zu wirken, wurde eine mehrteilige Steckleiter in Stellung gebracht. So konnte ein Trupp anfangen, betroffene Stellen des Dachs abzudecken und versteckte Glutnester zu beseitigen.
Da hier so effektiv gearbeitet wurde, war ein Einsatz weiterer Atemschutzträger nicht notwendig. Deshalb kam schnell der Befehl, dass die bereitstehenden Trupps ihre Geräte abschultern können und die Ruller Wehr im Anschluss abrücken kann. Wenige Minuten später waren die Pressluftgeräte wieder verpackt auf den Fahrzeugen. Am Feuerwehrgerätehaus mussten nun noch Prüfungen an den Geräten vorgenommen und eventuelle Fehler behoben werden. Dann konnten die Einsatzkräfte gegen 22:46 Uhr wieder zu ihren Familien nach Hause zurück.