PKW-Brand nach Raubüberfall

30. August 2014 – Passanten meldeten einen brennenden PKW auf einem Waldweg im Nettetal. Außerdem wurden Bewegungen im Fahrzeug beobachtet. Die Feuerwehr Rulle rückte daraufhin um 11:19 Uhr zur Menschenrettung aus. Es stellte sich schnell heraus, dass der Wagen in einen Raubüberfall in Osnabrück verwickelt war.

Das Tanklöschfahrzeug (TLF16/25) traf bereits um 11:23 Uhr an der Einsatzstelle ein. Der Einsatzleiter fand ein Fahrzeug im Vollbrand vor. Die Flammen traten einen Meter weit aus den Fenstern und ragten mindestens zwei Meter in die Höhe. Im glühenden Inneren war neben den Flammen nichts zu erkennen. Unter schwerem Atemschutz wurde zunächst die Schnellangriffseinrichtung vorgenommen. Die Flammen konnten schnell verdrängt werden, so dass man Insassen ausschließen konnte. Ein zusätzlicher Atemschutztrupp vom Löschgruppenfahrzeug (LF8/6) unterstützte die Löscharbeiten mit einer C-Leitung. Der Schnellangriff wurde mit einer Schaumpistole bestückt.

Das Feuer konnte schnell und effizient gelöscht werden. Insgesamt wurden dafür circa 3000 Liter Wasser benötigt. Da im Nettetal keine ausreichende Wasserversorgung gegeben ist, fungierte das LF 8/6 als Pendelfahrzeug zwischen Einsatzstelle und einem Hydranten. Zudem wurden 20 Liter Schaummittelkonzentrat verbraucht.

 

 

Die Polizei sicherte die Einsatzstelle ab und informierte die Einsatzkräfte über die Hintergründe des Einsatzes. Der ausgebrannte VW Caddy sei zuvor als Fluchtfahrzeug bei einem Raub in der Osnabrücker Innenstadt verwendet worden. Die Täter seien auf der Flucht und haben versucht durch den Brand ihre Spuren zu verwischen. Ein Hubschrauber der Polizei umkreiste die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera.

Nachdem das Fahrzeug geborgen war und von der Polizei sichergestellt wurde, mussten die Betriebsstoffe aufgefangen werden. Die gesamte Einsatzstelle stank nach Ölen und Diesel. Bereits während der Löscharbeiten errichteten einige Einsatzkräfte eine Barriere damit das kontaminierte Löschwasser nicht in die Nette fließen konnte. Mit dem Beamten vom Dienst und der unteren Wasserbehörde wurden weitere Maßnahmen abgestimmt. Es wurden 5 Säcke Ölbindemittel für das kurzfristige binden der Flüssigkeiten verbraucht. Des weiteren wird der Boden im Bereich der Einsatzstelle von einem Entsorgungsunternehmen ausgebaggert und als Sondermüll entsorgt. Die Teerdecke wurde durch ein Spezialfahrzeug gereinigt.

Für die Dauer des Einsatzes wurde die Straße „Im Nettetal“ zwischen dem „Östringer Weg“ und „Knollmeyer’s Mühle“ vollständig gesperrt. Gegen 16:15 Uhr waren die Einsatzkräfte wieder zurück an Feuerwehrhaus, und die Gerätschaften gesäubert und wieder einsatzbereit.

 

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