Osnabrücker Hauptwasserleitung Leck geschlagen

Dienstag, der 14. Januar 2014 – Am frühen morgen rief der Bewohner eines Hauses „Am Quellengrund“ die Feuerwehr Rulle um Hilfe. Sein Grundstück inklusive des frisch renovierten Untergeschosses stand unter Wasser. Der Grund für die plötzliche Überflutung war ein Leck in der Osnabrücker Hauptwasserleitung.

Die Freiwillige Feuerwehr Rulle wurde gegen halb acht von der Leitstelle alarmiert. Bei dem Stichwort „Keller unter Wasser“ dachten die Einsatzkräfte jedoch zunächst an ein kleineren Einsatzumfang. Das Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) traf zuerst an der Einsatzstelle ein. Schnell wurde klar: Das wird länger dauern. Das Haus hatte nicht nur plötzlich einen Wassergraben, sondern war selbst bis auf Fensterhöhe mit Wasser voll gelaufen. Zunächst musste Rücksprache mit der Leistelle gehalten werden, da das komplette Haus von der Stromversorgung getrennt werden musste. Bis der Energieversorger kam konnten die Pumpen in Stellung gebracht werden.

 

 

Nach der Freischaltung nahm man nach und nach zwei Turbinen-Tauchpumpen, zwei Elektrotauchpumpen und eine PFPN (alte Bezeichnung: TS) in Betrieb. So konnten pro Minute ca. 6-8 Kubikmeter Wasser abgepumpt werden. Der Wasserstand ging jedoch trotzdem nur leicht zurück. Nach einigen Zentimetern konnte auch der Grund ausfindig gemacht werden: Dass Wasser floss in großen Mengen nach – an einem schrägen Erdwall bildeten sich spontan kleine Rinnsale. 

Das ließ böses ahnen: Zwischen dem Haus und der benachbarten Osnabrücker Straße verläuft die Wasserversorgung für mehrere Stadtteile in Osnabrück. Die Leitstelle veranlasste eine Prüfung dieses Verdachts seitens der Stadtwerke Osnabrück. Um die Mittagszeit wurde diese Ahnung zur Gewissheit.

In der Zwischenzeit unterstützte die Feuerwehr Wallenhorst mit Pumpen und Schläuchen den Einsatz. Zusammen erreichte man, dass man den Wasserstand auf einem Niveau halten konnte. Die FF Wallenhorst rückte also wieder ab. Aufgabe der FF Rulle war es nun die Einsatzstelle an eine Fachfirma zu übergeben und bis zu deren Eintreffen den Pegel zu halten.

 

 

Am Nachmittag konnte die Wasserleitung abgesperrt werden, da die Wasserversorgung in Osnabrück über Notbrunnen sichergestellt werden konnte. Als auch die Fachfirma eintraf, konnten die an den Abmarsch denken. Doch da die Firma ihre Pumpen auf Grund von kaputten Schläuchen und fehlenden Stromaggregaten nicht in Betrieb nehmen konnte, musste die Feuerwehr bis in den späten Abend verbleiben. Inzwischen begann man das Leck mit einen Bagger zu finden und für eine Reparatur frei zu legen.

Als gegen halb neun die Kameraden endlich das nachsickernde Wasser bekämpft hatten und Schläuche wie Geräte abbauen konnten, waren einige von ihnen bereits über 13 Stunden im Einsatz. Am Feuerwehrhaus musste das komplette Material wieder abgeladen um entweder durch neue ersetzt oder gereinigt zu werden.

Wir möchten uns an dieser Stelle (besonders beim Bewohner) für die gute Verpflegung an der Einsatzstelle bedanken. Ohne die Hilfe hätte der ein oder andere 13 Stunden weder die Chance zum Trinken noch zum Essen gehabt.

 

 

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