Motorradunfall auf der L109

Datum: 5. Mai 2022 um 17:10
Dauer: 1 Stunde
Einsatzart: Technische Hilfeleistung > Verkehrsunfall
Einsatzort: Ruller Straße (L109)
Einheiten und Fahrzeuge:

  • Feuerwehr Rulle: TLF 16/25, LF 8/6
  • Feuerwehr Wallenhorst


Einsatzbericht:

Donnerstag, der 05. Mai 2022 – Auf der L109 ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einer Motorradfahrerin und einem PKW. Die Fahrerin des Motorrades durchbrach dabei die Heckscheibe eines PKW. Rettungsdienst und Feuerwehr retteten die schwer verletzte Patientin.

Eine 51-jährige Motorradfahrerin befuhr im Feierabendverkehr die Ruller Straße (L109) in Richtung Rulle. Auf Höhe der Einmündung Auf der Heide musste ein vorausfahrendes Fahrzeug abbremsen, wodurch die Motorradfahrerin gegen die Heckklappe des PKW fuhr und durch die Heckscheibe geschleudert wurde.

Um 17:10 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die Feuerwehr Rulle, sowie weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr Wallenhorst, einen Rettungswagen, einen Notarzteinsatzfahrzeug, einen Rettungshubschrauber sowie die Polizei. Um 17:14 Uhr rückte daraufhin das Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) der Feuerwehr Rulle aus.

Die Motorradfahrerin lag beim Eintreffen der Feuerwehr im hinteren Fahrzeugteil. Durch die anwesenden Ersthelfer wurden bereits vorbildliche Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt. Die Motorradfahrerin war ansprechbar und klagte über diverse Schmerzen. Die Einsatzlage wurde zunächst stabilisiert und eine ärztliche Behandlung ermöglicht. Parallel dazu wurden Vorbereitungen für eine technische Rettung getroffen.

Da die Fahrerin sich schwere Verletzungen zugezogen hatte, musste sie schonend und achsengerecht aus dem Fahrzeug gerettet werden. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst konnte dies ohne Einsatz schwerer Geräte durchgeführt werden, indem die Fahrerin auf ein Rettungsbrett der Feuerwehr gelagert und aus dem Fahrzeug getragen wurde.

Eine Lebensgefahr für die Fahrerin konnte im Krankenhaus ausgeschlossen werden. Die 59-jährige Fahrerin des beteiligen PKW erlitt außer eines Schocks keine Verletzungen. Sie wurde noch vor Ort durch einen Notfallseelsorger betreut.

Glücklicherweise war der beteiligte PKW zu einem Camping-Wagen umgebaut worden. Dadurch gab es keine Rückbank und mittig im Fahrzeug eine Matratze. Ohne diese Umstände hätte der Unfall wahrscheinlich noch schwerwiegendere Folgen gehabt.

Die Polizei führte im Anschluss an die Rettungsmaßnehmen eine Dokumentation der gesamten Unfallstelle durch. Die Kräfte der Feuerwehr rückten zuvor ab. Die Ruller Straße blieb für die Dauer der Rettungsmaßnahmen sowie der Umfallaufnahme voll gesperrt.

Der alarmierte Rettungshubschrauber landete auf einem benachbarten Acker, musste jedoch nicht in Anspruch genommen werden.