Hausfassade stürzt teilweise ein

Datum: 18. Februar 2022 um 16:04
Dauer: 1 Stunde 26 Minuten
Einsatzart: Technische Hilfeleistung
Einheiten und Fahrzeuge:

  • Feuerwehr Rulle: TLF 16/25, LF 8/6, MTF
  • Feuerwehr Wallenhorst


Einsatzbericht:

Freitag, der 18. Februar 2022 – Anwohnerinnen und Anwohner eines Mehrfamiliengebäudes schrecken am Nachmittag auf. Ein großer Teil der Außenmauer ihres Wohnhauses stürzte in den Garten und auf die Straße. Die Feuerwehr Rulle wurde zur Gefahrenabwehr alarmiert.

Das Sturmtief „Zeynep“ war das bestimmende Thema des Tages. So erwartete man viele Sturmschäden und entsprechende Einsätze für die Feuerwehren. Aus diesem Grund wurde ab 16 Uhr eine Bereitschaft im Feuerwehrhaus Rulle eingerichtet. Als um 16:04 Uhr die Alarmmeldeempfänger der Einsatzkräfte ertönten, staunten diese über das Alarmstichwort: „Technische Hilfeleistung nach Einsturz/Explosion“. Neben der Feuerwehr Rulle wurde ebenfalls die Drehleiter-Einheit der Feuerwehr Wallenhorst alarmiert.

Der Einsatzort befand sich auf höhe der Kreuzung Erlengrund/Riedensweg im Ruller Ortskern und konnte aufgrund der Einsatzbereitschaft mit dem Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) schnell angefahren werden. Vorort wurde das Schadensbild hinter dem Einsatzstichwort direkt klarer.

Ein Teil der Klinkerfassade hatte sich mutmaßlich durch eine starke Sturmbö abgelöst. Die Steine sowie eine Schicht aus Isoliermatten fielen zu Boden und versperrten den Riedensweg.

Für die Feuerwehr galt es in dieser Situation gleich mehrere Gefahren zu prüfen und gegebenenfalls abzuwehren. Zunächst wurde die Einsatzstelle abgesperrt und die Anwohner außerhalb des Trümmerschattens gesammelt und befragt. Niemand wurde durch den Einsturz verletzt. Anschließend wurde genau erkundet, ob die Gefahr eines weiteren Einsturzes bestand. Dazu wurden die angrenzenden Wohnungen gesichtet. Da nur das Verblendmauerwerk vom Einsturz betroffen war, konnte eine verminderte Tragfähigkeit der Außenwände ausgeschlossen werden. Dadurch konnte ein Großteil der zwischenzeitlich eingetroffenen Einsatzmittel wieder abrücken um andere Sturmeinsätze abzuarbeiten, die inzwischen eingegangen waren.

An der Einsatzstelle wurden lose Steine sowie eine Fensterbank durch die Feuerwehr abgetragen. Anschließend wurden die Verkehrswege geräumt und ein Teilbereich mit den Trümmern außerhalb des Verkehrsraums abgesperrt.

Nach den Aufräumarbeiten konnten die angrenzenden Straßen wieder freigegeben werden. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben. Alle Wohnungen waren gefahrlos bewohnbar, wobei von der Nutzung des angrenzenden Balkons abgeraten wurde.