LKW-Brand auf der B68

01. Dezember 2014 – Auf der Bundesstraße 68 kam ein Gefahrgut-Transporter von der Fahrbahn ab. Beim Versuch, das Gespann wieder auf die Fahrbahn zu lenken, kippte der Sattelzug um und geriet in Brand. Mehrere tausend Spraydosen, die transportiert wurden, explodierten in Verlauf des Brandes. Drei Menschen wurden verletzt und es entstand ein enormer Sachschaden.

Gegen 11:30 Uhr wurden die Feuerwehren aus Wallenhorst und Rulle auf die Bundesstraße 68 (B68) gerufen. Die Leitstelle teilte mit, dass ein LKW verunfallt sei und nun brennen würde. Zudem sei der Fahrer eingeklemmt in seinem Fahrzeug. Als die Feuerwehrfahrzeuge ausrückten, war sogar vom Ruller Feuerwehrhaus aus eine pechschwarze Rauchwolke sichtbar.

In einer ersten Lage konnte der Vollbrand des LKW festgestellt werden. Auf Grund der starken Explosionen musste zunächst ein Sicherheitsabstand von 100m eingehalten werden. Der Fahrer war zu diesem Zeitpunkt bereits durch das Deutsche Rote Kreuz befreit worden. Eine Einheit der Hundestaffel passierte zufällig auf dem Weg zu einem Lehrgang die Unfallstelle.

Die Einsatzleitung ließ sofort weitere Feuerwehren aus Bramsche, Achmer, Engter, Belm, Pente sowie einen Löschzug der Berufsfeuerwehr Osnabrück alarmieren. Außerdem wurde der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Osnabrück an die Einsatzstelle beordert. Des weiteren war ein Großaufgebot der Polizei zur Verkehrslenkung im Einsatz, sowie mehrere Einheiten des Rettungsdienstes, sowie ein Rettungshubschrauber.

 

 

Hinweis: Auf Grund des enormen Umfangs der Lösch- und Rettungsarbeiten, werden wir die eingeleiteten Maßnahmen im Folgenden nicht komplett und chronologisch, sondern nach den verschiedenen Arbeitsabschnitten und -Schwerpunkten erläutern.

Es wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet:

  • Die Feuerwehr Rulle und das Tanklöschfahrzeug 24/50 (TLF25/50) übernahm Brandbekämpfung und Wasserversorgung auf der B68 aus Richtung Osnabrück kommend. Später unterstützte die FF Belm bei den zwei jeweils ca. 400m langen Wasserleitungen zum nahegelegenen Feuerwehrhaus Wallenhorst. Vom TLF24/50 aus Wallenhorst startete man derweil den ersten Löschangriff über seinen Dachmonitor (siehe Video). Später nahm man unter Atemschutz ein B-Rohr (Schaum-Wasser-Gemisch) vor. Damit wurden sowohl das Wrack also auch die brennende Lärmschutzwand gelöscht.
  • Die anderen Einsatzfahrzeuge aus Wallenhorst positionierten sich in der angrenzenden Siedlung. Dort drohte sich der Brand über die Lärmschutzwand hinaus auf Wohngebäude auszubreiten. Unterstützt wurden dieser Abschnitt durch die Feuerwehren aus Achmer, Engter und Pente.
  • Aus nördlicher Richtung rückte die Feuerwehr Bramsche auf der B68 an. Mit einem weiteren TLF 24/50 konnte der Brand von zwei Flanken bekämpft werden. Von hier aus wurde anschließend ein Schwerschaumrohr vorgenommen.
  • Von einer Böschung herab startete die Berufsfeuerwehr aus Osnabrück ihren Schaumangriff. Sie war unter anderem mit ihrem Großtanklöschfahrzeug 24/60-10 und zwei Abrollcontainern voll Wasser (20.000 Liter) angerückt.

 

Hier ein Video aus Sicht des TLF 24/50 aus Wallenhorst:

 

Folgen des Einsatzes

Während und nach dem Einsatz sind mehrere Personen (darunter ein Feuerwehrmann und zwei Polizisten) in Krankenhäuser der Umgebung eingeliefert worden. Bis auf drei verletzte Personen konnten alle kurz darauf wieder entlassen werden. Der 39-jährige Fahrer des Unfallfahrzeugs wurde schwer verletzt, schwebt aber wohl nicht in Lebensgefahr. Ein Polizist und ein Anwohner erlitten leichte Verletzungen durch das Einatmen der Rauchgase.

Der betroffene Abschnitt der Bundesstraße 68 wird bis auf weiteres (mindestens bis Mittwochabend) gesperrt bleiben. Der Brand hat die Teerdecke bis in tiefere Schichten großflächig zerstört. Die Fahrbahn muss also erneuert werden. Zudem müssen ca. 40 Meter der stark beschädigten Schallschutzwand abmontiert werden.

 

 

Bildergalerie

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