Waldbrand in Rulle-Ost

Mittwoch, der 03. April 2013 – Wer bei der aktuellen Wetterlage an einen Waldbrand denkt, heckt wohl eher einen schlechten Aprilscherz aus. Für die Ruller Feuerwehr wurde der Waldbrand jedoch Realität – Am heutigen Abend wurde sie zu einem Flächenbrand in den Norden von Rulle gerufen, der sich dann aber als ein Brand innerhalb eines Waldes herausstellte.

Die Alarmmeldeempfänger der freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen unserer Einsatzabteilung lösten um 19:16 Uhr mit der Durchsage „Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Rulle – Flächenbrand – Rulle, Auf dem Hügel“ aus. Zunächst rückten das Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) und das Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) zum Einsatzort aus. Damit standen vor Ort direkt 3.600 Liter Wasser zur Verfügung.

Nach wenigen Minuten traf mit dem Mannschaftstransportwagen (MTW) Personelle Verstärkung ein. Bereits beim Eintreffen an der Einsatzstelle war klar, dass der Brand in einem Waldstück ausgebrochen war. Ca. 500 m² des Waldboden waren betroffen. Da die Flammen sehr deutlich zu erkennen waren und sich durch den Wind rasch ausbreiteten, wurden sofort zwei Schnellangriffe vorgenommen. Ein Trupp kämpfte sich dazu mit einer Verlängerung von zwei C-Schläuchen auf die andere Seite des Brandes vor, um ein Ausbreiten in Richtung einer Wiese zu verhindern. Zusätzlich wurde ein weiteres C-Rohr vorgenommen, das zusammen mit dem ebenfalls verlängertem Schnellangriff des LF 8/6 die brennende Fläche flankierte. Die Flammen konnten sich sehr schnell ausbreiten, da es seit einigen Tagen keinen großen Niederschlag gab und die Aprilsonne trotz der Kälte recht kräftig schien. Das trockene Laub bot den Flammen ein gutes Futter. Die Brandursache ist bislang ungeklärt.

Nachdem der Einsatzleiter das Gebiet erkundet hatte, ließ er das Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50) der FF Wallenhorst nachalarmieren. Dieses Fahrzeug speiste seinen Tankinhalt von 5.500 Liter in die gelegten Schlauchleitungen ein, nachdem die anderen Fahrzeuge leer gepumpt waren. Zu diesem Zeitpunkt war der Brand bereits vollständig unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte harkten den verkohlten Boden um und befeuchteten ihn im Zuge der Nachlöscharbeiten großflächig. Eine separate Wasserversorgung durch einen Unterflurhydranten wurde nicht aufgebaut, da absehbar war, dass man mit dem TLF 24/50 genug Wasserreserven haben würde. Um 20:17 Uhr konnte die Meldung „Feuer aus“ abgegeben werden. Nachdem die vorgenommenen Schläuche und die anderen Gerätschaften wieder zurückgebaut und verstaut waren, konnte die Rückfahrt angetreten werden. Am Feuerwehrhaus wurden sämtliche Geräte gereinigt, dreckige/nasse Schläuche getauscht und die Fahrzeuge getankt. So konnten gegen 21:15 Uhr die letzten Einsatzkräfte wieder zurück zu ihren Familien.

 Hier brannte der Waldboden auf einer Fläche von ca. 500 m²