Glimpflicher Mülltonnenbrand

Dienstag, der 17. Januar 2012 –  In der Ruller Rembrandtstraße brannten in den Abendstunden zwei Mülltonnen komplett auf. Nur durch die schnelle Reaktion der Anwohner und der Feuerwehr konnte schlimmeres Verhindert werden. Wie sich herausstellte, hätte schon kurze Zeit später ein weitaus größerer Schäden entstehen können.

Sofort nachdem der Brand bemerkt wurde, entschieden die Betroffenen Anwohner vollkommen richtig, vor jedem eigenständigen Löschversuch einen Notruf zu tätigen. Nur weil man hier blitzschnell handelte, konnte das Feuer gelöscht werden, bevor es in der Lage war, sich auszubreiten.

Die Freiwillige Feuerwehr Rulle wurde um 20:32 Uhr in die Rembrandtstraße alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete dieses Mal: „Mülltonnenbrand“. Somit begannen zwei Feuerwehrmänner gleich nach der Ausfahrt des Tanklöschfahrzeuges (TLF16/25) sich mit jeweils einem Pressluftatemgerät auszurüsten.

Nach Ankunft und Lageerkundung beschloss der Einsatzleiter Ansgar Osterbrink den Angriffstrupp unter den umluftunabhängigen Atemgeräten zur Brandbekämpfung einzusetzen. Dazu wurde die Vornahme der Schnellangriffseinrichtung angeordnet. Mit Hilfe dieser und 200 Litern Wasser konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Löschgruppe, die mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF8/6) eingetroffen war, musste somit nicht mehr in Aktion treten.

Von den zwei 240-Liter-Mülltonnen war, nachdem sich der Rauch verzogen hatte, so gut wie nichts mehr zu erkennen. Lediglich eine Radachse blieb von den Flammen verschont. Da bei einer solchen Verbrennung hohe Temperaturen erreicht werden und der Müllbehälter unter einem verkleideten Dachüberstand brannte, wurde dieser auf Brandnester kontrolliert. Dazu öffneten die Einsatzkräfte mit Hilfe des Halligan-Tools einen Teil der Verkleidungsbretter. Eine weitere Brandstelle konnte jedoch auf diesem Wege ausgeschlossen werden.

Eine ganz andere Gefahr stellte sich aber erst jetzt heraus: Als einer der Bewohner eine unmittelbar nahe Tür aufschloss, entdeckte der Einsatzleiter eine böse Überraschung. Direkt hinter der Tür stand eine Propangasflasche, welche sogar noch an einen Grill angeschlossen war. Diese Gasflasche hätte nur wenige Minuten später zu einer großen Gefahr für Anwohner und Einsatzkräfte werden können.

Nachdem die Einsatzstelle an die Polizei und die Bewohner übergeben wurde, rückten die Löschfahrzeuge ab. Nun wurde das TLF betankt und das eingesetzte Gerät auf Beschädigungen überprüft.