Frachtverlust auf der L109

Freitag, der 08. Oktober 2010 – Die Kameraden der Ruller Wehr wurden in den Abendstunden zu einem Einsatz auf der Vehrter Landstraße gerufen. Ein LKW verlor einen großen Teil seiner Fracht nach der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr in Richtung Icker. Die Feuerwehr kam um die außergewöhnliche Ladung zu beseitigen und die Fahrbahn zu säubern.

Auch zu diesem Einsatz rückte die Feuerwehr Rulle nach nur wenigen Minuten zum Ort des Geschehens aus.
Bevor dies jedoch geschah, berichteten Kameraden den Einsatzleiter von dem Unfallgeschehen, das sie auf der Anfahrt zum Feuerwehrhaus bereits beobachten konnten. Das erste Fahrzeug bildete das Tanklöschfahrzeug 16/24. Nahezu zeitgleich rückte auch der Mannschaftstransportwagen mit angekuppeltem Feuerwehranhänger für eventuell zu beseitigende Materialien aus. Nach Eintreffen an der Unfallstelle, konnten sich die übrigen Kameraden einen eigenen Eindruck von der geschilderten „Schweinerei“ machen. Dieses Sprichwort viel auch prompt an der Einsatzstelle, da die Ladung sich als Überreste von Schweineschädeln entpuppte. Größtenteils handelte es sich um Schweinskopfhälften, die der LKW mutmaßlich auf Grund eines gebrochenen Scharniers an der Ladeklappe verlor.

Die Kollegen der Polizei waren bereits an Ort und Stelle und sperrten die Kreiselausfahrt Richtung Icker. Zunächst häuften die Einsatzkräfte die Schlachtabfälle zu drei Haufen zusammen. Ein Feuerwehrmann betreute den Fahrer, der zu Anfang leichte Schocksymptome aufwies. Der Einsatzleiter ließ einen Ersatz-LKW anfordern, der die Schweineköpfe weiter zu ihrem Bestimmungsort, einer nahegelegenen Tierkadaververarbeitungsanlage, brachte. Nach dessen Eintreffen schaufelten die Kameraden im Alleingang die zwei bis drei Tonnen dieser speziellen Fracht auf diesen. Nach dem Abtransport, stelle die Feuerwehr eine Verunreinigung auf der Fahrbahn fest, die durch die Vornahme eines Schnellangriffs von der Fahrbahn gespült wurde, da sich ansonsten für jeden Rollerfahrer eine Lebensgefährdung ergeben hätte. Da die Fahrbahn wieder sicher war, konnte sie im Anschluss für den Verkehr freigegeben werden. Die Kameraden konnten nach getaner Arbeit abfahren, um im Anschluss die Einsatzbereitschaft widerherzustellen.