Jahreshaupt-Versammlung 2012

Zum Anfang des Jahres bat Ortsbrandmeister Udo Klenke am 24.Februar 2012 alle Mitglieder der Ortsfeuerwehr Rulle zur Jahreshauptversammlung in das Feuerwehrhaus. Da ein Jahresbeginn auch stets mit einem Jahreswechsel verbunden ist, wurde auf der Jahreshauptversammlung das Jahr 2011 in Form eines Jahresberichtes abgeschlossen. Ebenso wurde der neuen Erkenntnisse gedacht, welche im alten Jahr gewonnen wurden. Zudem bot sich der Einblick in die nähere Zukunft der Wehr.

 

Zu den Themen der Jahreshauptversammlung:

 

Nachdem Brandmeister Klenke um 19:30 Uhr Anwesenheit, Beschlussfähigkeit und Tagesordnung feststellen konnte, begrüßte er alle Kameradinnen und Kameraden, sowie die Altersabteilung der Ruller Wehr. Des Weiteren begrüßte er den Gemeindebrandmeister Ullrich Beimesche. Die Jahreshauptversammlung begann daraufhin mit dem Verlesen der Niederschrift der JHV 2011 durch den Schriftwart Hendrick Hellmich

 

Statistik für das Jahr 2011

Der darauf folgende Jahresbericht 2011 zeigte, dass die Feuerwehr in Rulle, mit 50 Mitgliedern bei drei Abteilungen und einem Durchschnittsalter der aktiven Kameraden von 34,4 Jahren, eine vergleichsweise junge und tatkräftige Truppe bildet. Besonders zu bemerken ist, dass seit dem Jahr 2011 nicht nur in der Aktiven Einsatzabteilung, sondern nun auch in der Jugendfeuerwehr jeweils zwei weibliche Mitglieder vertreten sind. Die Einsatzstatistik offenbarte,  das sich die Einsatzstunden bei Brandeinsätzen im Jahr 2011 (1.754 Std.) im Vergleich zum Jahr 2010 (1.195 Std.) erhöht haben. Dieser Aufwärtstrend stellte sich auch bei den Hilfeleistungseinsätzen ein. Dort stieg die Stundenzahl von 1350 Std. (2010) auf 1872 Std. (2011). Insgesamt kommen die Ruller Feuerwehrkräfte auf eine Anzahl von 6158 Stunden, die sie für die gesamte Gemeinde ehrenamtlich zu jeder Tages- und Nachtzeit geleistet haben.

Auch die Dienstbeteiligung konnte in diesem Jahr verbessert werden. Sie stieg im letzten Jahr um sagenhafte 10% an.

 

Beförderungen und Ehrungen

Durch die intensive, wöchentliche Schulung in der Ortsfeuerwehr gelang es zwölf Kameraden insgesamt 19 Lehrgänge zu besuchen und zu bestehen. Auf Grund dieser Lehrgangserfolge, ergaben sich auf der Jahreshauptversammlung einige Ernennungen, Beförderungen, sowie Ehrungen.

Daniel Lahrmann, Alexander Meyer, Markus Weidler, Fabian Wellmann und Benno Wessel wurden nach Bestehen der Truppmann-1-Ausbildung zu Feuerwehrmännern ernannt. Zugleich wurden Kristin Gödeker und Elena Osterbrink nach gleicher Ausbildung zu Feuerwehrfrauen ernannt. Damit sind sie seit dem zweiten Weltkrieg die ersten Feuerwehrfrauen in der Ruller Ortsfeuerwehr. Befördert wurden Thorsten Matysek und Matthias Meyer. Beide wurden in den Rag des Oberfeuerwehrmannes gehoben.

Die Kameraden und Kameradinnen ehrten im Anschluss Ewald Lahrmann und Udo Meyer, die beide ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern konnten. Besondere Glückwünsche gingen an den früheren Stellv. Ortsbrandmeister Adolf Meyer, der Anfang des Jahres 75 Jahre alt wurde.

 

 

Bericht des Jugendfeuerwehrwartes

Anschließend stellte Jugendfeuerwehrwart Markus Vennemann die Arbeit in der Jugendabteilung vor. Momentan seien sieben Betreuer für die 22 Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren (10 aus Rulle) dabei. Die Dienstbeteiligung sei „sehr gut“ sie lag im vergangenen Jahr wieder im 90%-Bereich.

 

Weiter berichtete er über durchgeführte Aktionen wie dem Kinotag in Osnabrück, das Spiel ohne Grenzen, die jährliche Sternwanderung der Jugendfeuerwehren in Neuenkirchen, den Rekordversuch auf Landesebene im Heidepark Soltau, die Jugendfeuerwehrolympiade sowie dem traditionellen Jahresabschluss in der Gaststätte Beckmann.

 

Die Leistungsspange wurde im vergangenen Jahr von den Jugendkameraden zusammen mit der Jugendfeuerwehr aus Bramsche absolviert und bestanden. Dafür hatten sich Jugendliche beider Wehren wochenlang zusammen getroffen und für einen Erfolg hart trainiert.

 

Bericht des Gemeindebrandmeisters

Der Gemeindebrandmeister Ullrich Beimesche berichtete den Kameradinnen und Kameraden zunächst über die Einführung des Digitalfunks im Landkreis Osnabrück. Die Umstellung soll laut Plan Mitte 2013 in Angriff genommen werden. Entsprechende Funkgeräte werden kostensparend über eine Sammelausschreibung angeschafft. Die neue Technik werde jedoch schon in diesem Jahr eine Veränderung mit sich bringen: Ab Mitte 2012 werden im gesamten Landkreis neue Funkrufnummern eingeführt.

Ein weiteres Thema war die Neuordnung des Führerscheinzuschusses. Die Gemeinde hat beschlossen in Zukunft zwei Mitgliedern der Gemeindefeuerwehr je einen Zuschuss von max. 2.500€ zu geben. Diese Maßnahme sei notwendig, da nur zwei der insgesamt neun Fahrzeuge in der Gemeinde mit dem Führerschein Klasse B gefahren werden dürfen. Die Kosten für die entsprechenden Führerscheine wurden bislang nur im sehr geringen Umfang bezuschusst, so dass mehrere Kameraden (auf Grund der gestiegenen Führerscheinkosten) Summen um 2.000€ selber stemmen mussten. Dieser Zustand wurde seitens der Feuerwehr kritisiert, da die meisten Kameraden den Führerschein ausschließlich für die Feuerwehr nutzen.

 

 

Wahl zum Festausschuss

Unter dem Punkt Verschiedenes verbarg sich unter anderem die Wahl des Festausschusses. Folgende Mitglieder konnten ihr Amt behalten : Udo Meyer, Carsten Nitsche und Kristin Gödeker. Der Festausschuss sprach vor und erklärte, dass man zwei weitere Plätze schaffen wolle. Dem Anliegen wurde einstimmig stattgegeben. Neu in den Festausschuss wurden Alexander Meyer, Fabian Wellmann und Matthias Hübner gewählt. Es wurde außerdem beschlossen, jedes Jahr zwei Personen auszutauschen.

 

Dank des Ortsbrandmeisters

Abschließend bedankte sich Klenke bei den Feuerwehrmännern und -frauen für die gute Zusammenarbeit, ob im Einsatz oder Übungsdienst – es sei nicht selbstverständlich, dass sich Freiwillige in ihrer Freizeit und ohne Einschränkung so stark einbringen und noch dazu ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben für eine Gesellschaft, die nicht immer ihre Dankbarkeit dafür zum Ausdruck bringt, riskieren. Zum Glück gebe es aber noch viele Bürger, die unsere Arbeit würdigen.

Er wünschte allen ein gutes Jahr 2012, in dem alle Kameradinnen und Kameraden gesund aus den Einsätzen zu ihren Familien zurückkehren.

 

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